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Jihoamerické léčivé byliny z Amazonie a Andské oblastiPeruánské byliny z deštného pralesa |
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Zdravotní potíže
k jejichž léčbě se bylinky používají v Jihoamerické etnomedicíně. Řazeno abecedně

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Manayupa |
große Reinigungskur |
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Flor de Arena |
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Hercampuri |
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Agracejo |
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Canchalagua |
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Flor blanca |
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Sanguinaria |
ENTGIFTUNG DURCH HEILPFLANZEN
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Dr. Oscar Villavicencio Vargas.Ex-Präsident der Peruanischen Gesellschaft für komplementäre und alternative Medizin (Sociedad Peruana de Medicina Alternativa y Complementaria – SPEMAC).Dozent des Programmes für alternative Volksmedizin der Sozialversicherung (Programa Nacional de Medicina Complementaria del Seguro Social – ESSALUD)
Unter Depuration oder Entgiftung versteht man einen Effekt, wenn es zur Vermischung, Befreiung oder der Entfernung von Toxinen aus dem Organismus kommt oder, anders gesagt, zur Neuanordnung der verschiedenen, bewirkten natürlichen Impulse.Viele von diesen Toxinen sammeln sich im Lauf der Jahre in unserem Organismus, und am Ende führen sie zu einer ganzen Reihe von Erkrankungen.Sogar unspezifische Symptome, die nicht einer konkreten Erkrankung entsprechen, können der Ausdruck einer Vergiftung oder ein Anzeichen dafür sein, dass der Körper vergiftet ist.Deshalb gibt es Menschen, die unter Schlaflosigkeit leiden, Müdigkeit, Kribbeln und Hautausschlägen am Körper, Bitterkeitsgefühl und Säuerlichkeit im Mund und Kopfschmerzen leiden. Sie haben hyperchromatische und hypochromatische Flecken im Gesicht und am Körper. Sie leiden unter Sodbrennen und unter vielen Symptomen, die täglich eine Fülle von Ärzten herbeirufen und manchmal skeptisch stimmen.
Toxine können zwei Ursachen haben:äußere und innere.Äußere Ursachen sind jene, die in unseren Organismus mittels des Atmens (Toxine aus Fabrikschornsteinen, Fahrzeugen, Zigaretten und so weiter) eindringen, mittels der Haut und der Schleimhäute (Farben, Insektizide und so weiter) und durch den Verdauungstrakt (unverdauliche, kontaminierte oder verdorbene Lebensmittel und Getränke, mit Geschmacksstoffen, Konservierungsmittel, künstlichen Farbstoffen, einem viel zu hohen Gehalt an tierischen Eiweißen, Alkohol, Medikamenten und so weiter).
Die Ursache für endogene oder innere Toxine sind Substanzen, die in unserem Organismus gebildet werden.Sie können mit einzelnen Krankheiten und Infektionen wie Unterleibstyphus, Hepatitis und so weiter zusammenhängen, sowie metabolischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Urämie und weiteren.Genauso treten sehr häufig Toxine durch Anspannung, Stress, Beklemmungen, Depressionen und aggressive Reaktionen, die eine hohe Menge an Adrenalin, Serotonin und Imipramin und so weiter produzieren, auf, wie dies beim chronischen Erschöpfungssyndrom der Fall ist, bei der eine Überstimulierung des Marks der Nebennierenrinde auftritt, was zu einer ständigen Produktion von großen Mengen an Adrenalin und Noradrenalin führt.
Die Psychoneuroimmunologie belegte die Wichtigkeit von psycho-emotionalen Beziehungen mit dem physischen Zustand eines Individuums. Dies führte zu wissenschaftlichen Debatten Ciencias de la Conciencia (Wissenschaft des Bewusstseins), Entspannungstherapie, Biofeedback, psychophysiologische Regulierung, diagnostischen und therapeutischen Bildern oder kreativem Denken und so weiter.
Zur Entgiftung des Organismus wird ein kompliziertes Reaktionssystem in Zusammenhang auf seine Leitung und seine Regulation verwendet.Es verlässt sich auf Organe und Strukturen, die für ihre reinigende Funktionen bekannt sind, wie die Leber, die Nieren, der Darm, die Haut, die Schleimhäute und die Lunge. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass alleine der Körper das geeignetste Organ zur Erfüllung der wichtigen Funktionen auswählt. Er bemüht sich, ein Gleichgewicht mit seiner Umgebung zu finden, und die geeignete Bewältigungsmethode gegen die Toxine, angesichts seines eigenen Zustandes, auszuwählen.Aus diesem Grund, sind Pflanzen, die zur Entgiftung dienen, aufgeführt in der Funktion der "Neuanordnung" von toxischen Abfällen ein übliches Mittel.In erster Liniedurch den Urin. Aus diesem Grund sind diese Pflanzen harntreibend und beruhigen die Harnwege mit dem Vorteil, dass die meisten von ihnen einen Verlust von Kalium verursachen, wie dies bei Arzneimitteln gegen chronische Vergiftungen vorkommt, wie die Hippokrates-Lehre erläutert, die besagt: "Es gibt keinen Gesunden mit einem kranken Magen und keinen Kranken mit einem gesunden Magen“.Die Haut wird die „dritte Niere“, dies es ermöglicht, sich von Toxinen über die Hautausschläge und die Sekrete, die sich absondern und manchmal selbsttätig ablösen, zu befreien.
In der detoxischen Phytotherapie gibt es Pflanzen, die eine spezifische Wirkung auf ein Organ oder auf ein System haben, aber überwiegend auf mehrere Systeme wirken.Im folgenden Teil verlinken wir auf ausgewählte Pflanzen, die am Häufigsten in der medizinischen Praxis angewandt werden.
Desmodium mollicum (Manayupa)
Sieist Runamanayupana, was bedeutet „ein Mann, der über seine Fähigkeiten erzählen kann“. Sie ist auch bekannt unter dem Namen „pata de perro“ (Hundepfote), „pega pega“ und in Quechua „allco pachaque“.Sie istist ein kleines Kraut aus der Familie der bohnenförmigen, rosenartigen Blüten und wächst auf einer Höhe zwischen 2 000 und 3 000 Metern.Sie hat eine reinigende Wirkung, vor allem auf das Nierensystem. Es ist ein hervorragendes Diuretikum und hilft, Harnwegsödeme zu lindern. Ebenso hilft es, Schleimhautschwellungen zu verringern, besonders des Verdauungstraktes, weswegen sie üblicherweise in Fällen von akuter und chronischer Gastritis verwendet wird.Dank ihres Gehaltes an Steroiden und organischen Säuren wirkt sie entzündungshemmend.Man verwendet sie bei Heilmitteln gegen eine Intoxikation.Eine phytochemische Studie und ein anaphylaktischer Test an den empfindlichen Meerschweinchen bestätigten, dass sie deutlich das Auftreten eines anaphylaktischen Schocks senkt.Offensichtlich haben ihre antiallergischen Eigenschaften eine schützende Wirkung auf die Zellwände der Mastzellen und verhindern das Eindringen von Histamin.Es wird ein Sud aus Blättern und Stielen verwendet, 20 – 30 g. Sie werden in einem Liter Wasser für die Dauer von 5 Minuten gekocht*. Einen Liter Sud verabreicht man in 2 bis 3 Dosen pro Tag.
Tiquilia paranychoides (flor de arena – Sandblume )
Sie ist auch bekannt unter dem Namen "té indio" (indianischer Tee) oder "hierba blanca" (weißes Kraut). Sie ist eine Pflanze aus der Familie der Borretschgewächse mit sehr kleinen, weißlichen Blüten.Sie wächst auf großthermischen Böden, vor allem an Flussufern (Tiefebene des Dschungels Loreto - Ucayali).Die Pflanze reinigt das Nervendrüsensystem. Sie wirkt als mildes Diuretikum und hat eine beruhigende Wirkung.Sie entfernt überschüssige Harnsäure im Blut, die häufig durch einen übermäßigen Konsum von tierischen Eiweißen entstanden ist.Sie wird auch bei Fällen von urogenitaler Arthritis.Sie wird in Fällen von Lebensmittelvergiftungen verwendet.Es wird ein Sud aus Blättern gekocht*), 5 g in einem Liter Wasser. Der Liter Wasser wird in 3 bis 4 Dosen pro Tag verabreicht.Es tritt eine Vergiftung bei der Verwendung von mehr als 15 g auf.
Berberis vulgaris (agracejo)
Sie ist unter der Bezeichnung Coralitis, Arlo oder Cetinera bekannt.Sie ist eine kosmopolitische Pflanze aus der Familie der Berberitzengewächse.Ihre Früchte sind kleine, längliche, schwarz-bläuliche Beeren mit einem sauren Geschmack. Sie wachsen an Ästen wie Weintrauben.Diese Pflanze wächst wie ein kleiner Ast. Sie wächst bis zu einer Höhe von 2 bis 3 Meter. Sie hat glänzende, stachelige Blätter und gelbe Blüten.Typisch für sie ist ein kalkhaltiges und bergiges Terrain. Sie umfasst mehr als 50 Arten.
Die wirksamen Hauptbestandteile sind das Alkaloid Berberin und die Palmatine.Außerdem enthält sieZoledronsäure, Harz, insbesondere das aus der Wurzelrinde, auch Vitamin C, Gerb- und Bitterstoffe, Antiphlogistika und Antipyretika.Die Pflanze reinigt die Gallenblase, aktiviert den Metabolismus, enthält die choleretischen Wirkstoffe und Cholagoga.Sieschützt die Magenschleimhäute und hilft bei Blähungen.Siewird in den Fällen von Gallensteinen, Entzündungen sowie bakteriellen und viralen Darminfektionen verwendet.Die Wurzelrinde dient als Diuretikum. Der Beerenextrakt senkt Fieber. Ein Sud hat eine abführende Wirkung.Es wird ein Sud aus gekochten*) Blättern verwendet. 20 - 30 g pro Liter Wasser für die Dauer von fünf Minuten. Man trinkt ihn vor dem Essen.
Gentianella alborosea (Hercampuri)
Die Pflanze aus der Familie der Enziangewächse, bekannt als „té amargo“ (bitterer Tee), „té de Chavín“ (Tee aus Chavín).Sieist eine Pflanze, die die Leber reinigt. Sie hat choleretische Wirkstoffe und Colagogo sowie eine hypoglykämische Wirkung.Die klinischen Erfahrungen bestätigen eine Senkung des Cholesterins. Sie ist ein wichtiger Regulator des Lipid-Metabolismus. Deshalb verwendet man sie auch in den Fällen von exogener Fettleibigkeit.Es wird in einem Liter Wasser für die Dauer von 5 Minuten ein Sud aus 15 g bis 30 g gekocht*). Man trinkt es 3 Mal täglich.
Schkuria pinnata Var.Octoristata (Canchalagua)
Eine einjährige Pflanze, die auf zwischen 2 500 und 5 000 Meter über dem Meeresspiegel der peruanischen Hochebene wächst.Sie enthält Steroide, Flavonoide, Triterpenoide, die ihr ihre entzündungshemmenden Eigenschaften verleihen. Außerdem wird sie als Pflanze zur Blutreinigung geschätzt. Sie wird bei Hautentzündungen verwendet, vor allem bei der Akne vulgaris, da sie ein Regulator der Hormone und der Fette ist.Auch hier wird ein Sud aus 15 g bis 30 g in einem Liter Wasser für die Dauer von 5 Minuten gekocht*). Er wird dreimal täglich getrunken.
Buddleja incana (flor blanca – weiße Blüte)
Sie ist bekannt unter den Namen Alamo, Quisoar, Colle, Quishuara oder Safran.Sie wächst in der Andenregion.Sie reinigt das gynäkologische System. Sie wirksam bei beginnendem Vaginalausfluss, entweder von bakterieller Herkunft oder bei einer Mykose (Candidiasis).Pharmakologische Studien beweisen, dass sie Östrogene enthält, denn sie ruft die Bildung der Profilerationsphase des endometrialen Menstruationszyklus in der Gebärmutterschleimhaut bei Kaninchen hervor.Genauso beeinflusst sie leicht die Stimulation der Menstruation.Sie hat einen Einfluss auf hyperchrome Flecken im Gesicht.Sie findet auch eine örtliche Verwendung, da sie sich in der dermatologischen Kosmetik auszahlt.Normalerweise kocht*) man die Blätter und die Stiele. 15 g – 30 g in einem Liter Wasser für die Dauer von fünf Minuten.Sie werden3 – 4 Mal täglich getrunken.
Alternanthera iresine (sanguinaria)**)
Sie ist bekannt als Sanguisorba. Sie ist eine den Boden bedeckende Pflanze aus der Familie der Amarantgewächse. Sie hat einen rötlichen Stiel, lanzenförmige Blätter und kleine weiße Blüten. Sie wächst wild in städtischen Parks.Sie reinigt das Blut, unterstützt die Regulation des Blutdrucks und für gewöhnlich wird sie bei Gefäßerkrankungen wie bei Krampfadern der unteren Extremitäten eingesetzt.Sie wird als Sud*) aus den Blättern und Stielen verwendet. Man verwendet dazu 15 g - 30 g. Es wird ein Liter Wasser für die Dauer von fünf Minuten gekocht.Sie werden 3 Mal täglich getrunken.
*) Andere ethnomedizinische Quellen in großer Anzahl verweisen auf die Art der Zubereitung nur als Aufguss. Der Unterschied zwischen einem Aufguss und einem Sud können Sie auf der Seite finden, die der traditionellen Zubereitung von Heilkräutern gewidmet ist. HIER
**) Hier kam es zu einer bestimmten Unstimmigkeit zwischen dem botanischen System und Dr. Villavicencio Vargas verwendete irrtümlich zwei Gattungsbezeichnungen Alternanthera spp. und Iresine spp., Nichtsdestotrotz, nach der Konsultation von Frau Dr. Elena Li Pereyra, war sicher, dass es sich um eine Gattung handelt, die unter dem Namen Chupasangre oder Sanguinaria (Oenothera rosea , oder auch O. multicaulis ) bekannt ist.
Es gibt weitere Pflanzen mit einer sekundären Verwendung wie Bidens pilosa (amor seco), Adianthum poiretti (culantrillo de pozo), Ephedra andina (pinco pinco), Tessaria integrifolia (pajarrobo), Franseria artemisoides (marco), el palo de huaco, noch ohne botanische Klassifikation, aus der Region Grau im nördlichen Peru. Die Eigenschaften sind ähnlich der Pflanze Hercampuri (Gentianella alborosea).Als vorbeugende Maßnahme empfiehlt sich, sich regelmäßig zu reinigen oder zu entgiften. Sinnvoller ist es jedoch, sich ausgewogen zu ernähren und ein ausgeglichener gesamter Lebensstil, eine gute physische Konstitution und eine weniger verschmutzte Umgebung zu haben. Weniger radikal ist jedoch eine Entgiftung.In Abhängigkeit von der Stufe der Intoxikationsdauer oder bei Wiederholungen sollte auch der Entgiftungszyklus sein.Im Falle des Auftretens von unerwünschten Nebenwirkungen auf irgendeine der Pflanzen wird empfohlen, mit der Anwendung aufzuhören.
Im Nachfolgenden führen wir drei Möglichkeiten von verschiedenen Kombinationen auf, die sich in Übereinstimmung mit den entsprechenden Bedürfnissen und individuellen Toleranzen durchführen lassen:
a) Halbjahreszyklus 42 Tage
| 1. | Desmodium mollicum (Manayupa) | 14 Tage |
| 2. | Tiquilia paranychoides (Flor de arena) | 14 Tage |
| 3. | Gentianella alborosea (Hercampuri) | 14 Tage |
b) Jahreszyklus 60 Tage
| 1. | Desmodium mollicum (Manayupa) | 15 Tage |
| 2. | Tiquilia paranychoides (Flor de arena) | 15 Tage |
| 3. | Berberis vulgaris (Agracejo) | 15 Tage |
| 4. | Gentianella alborosea (Hercampuri) | 15 Tage |
c) Jahreszyklus 70 Tage
| 1. | Desmodium mollicum (Manayupa) | 10 Tage |
| 2. | Tiquilia paranychoides (Flor de arena) | 10 Tage |
| 3. | Berberis vulgaris (Agracejo) | 10 Tage |
| 4. | Gentianella alborosea (Hercampuri) | 10 Tage |
| 5. | Schkuhria octoristata (Canchalagua) | 10 Tage |
| 6. | Buddleja incana (Flor blanca) | 10 Tage |
| 7. | Alternanthera iresine (Sanguinaria) | 10 Tage |
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