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Jihoamerické léčivé byliny z Amazonie a Andské oblastiPeruánské byliny z deštného pralesa |
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Zdravotní potíže
k jejichž léčbě se bylinky používají v Jihoamerické etnomedicíně. Řazeno abecedně

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Maracuya |
Familie: Passifloraceae
Gattung: Passiflora Art: edulis L. Sims. f. flavicarpa
Native Bezeichnungen: maracuyá (Perú, Ecuador, Kolumbien, Bolivien, Paraguay); maracujá (Brazilien); passion flor, passion fruit (english), die Passioblume (deutsch).
Verwendeter Pflanzenteil: Blaette, Frucht
Beschreibung:
Ausdauerndes Holzgewächs, rankig oder kriechend, schnell wachsend, und es erreicht eine Länge von 10 - 15 Metern (vereinzelt bis zu 80 Metern). Aus feinen Stengeln, deren Basis holzartig ist, wachsen zahlreiche spiralförmige Schlingen. Die Blätter sind einfach, wechselständig. Die Blüten sind zweigeschlechtlich, ausgeprägt, sie wachsen aus den Blattachseln. Über den kronenfömigen Blättchen von weißer Farbe sind zwei sogenannte Strahlenkränze angelegt aus fadenförmigen an der Basis wachsenden kronenförmigen Blättchen. Die Farbe dieser fadenförmigen Blättchen ist an der Basis violett, am Ende dann weiß. 5 Staubbeutel wachsen an der Basis, ergänzt durch drei kegelförmige 1 cm lange Narben. Die Blüte erinnert in ihrer Form an die Kreuzigung Jesu (drei Narben drücken die drei Nägel am Kreuz aus), von daher kommt die [tschechische] Bezeichnung mucenka [Anm. der Übersetzerin: mucenka = Kreuzigung].
Die Frucht ist eine Knolle, kugelartig oder mit einer ellipsenartigen Form, im Durchmesser bis zu 10 cm und das Gewicht bis zu 190 g; der Epikarp ist dünn, hart, die Farbe dunkelviolett bis rotbraun, grün gescheckt bis gelbgrün oder zitronengelbe Farben bei der Unterart flavicarpa. Das Endokarp der reifen Frucht ist essbar. Sie ist bestimmt für den direkten Konsum als Dessert, sie lässt sich in Wasser verdünnen. Auf dem heimischen Märkten wird sie zur Vorbereitung von Likören, Füllmassen, Eiscreme und Soßen verwendet. Das Epikarp ist reich an Pektinen, die Grundsubstanz bei dem Ansetzen von Gelee. Die Samen haben einen hohen Anteil an Ölen, Saccariden und Eiweiß. Sie sind geeignet als Futterzugabemischung für Wirtschaftstiere. Aus den Samen durch Pressung gewonnenes Öl hat eine gelbe Farbe, ist gut verdaulich und hat einen hohen Nährwert.
Die Einheimischenstämme im Amazonas verwenden die Maracuja seit undenklichen Zeiten für die Linderung von Schmerzen, für die Beruhigung von Husten oder als Herztonikum. Für unsere Kultur entdeckte sie bzw. beschrieb sie zuerst der spanische Arzt Dr. Monardes im Jahr 1569. Eine kurze Zeit danach fand die Maracuja ihren Platz in den europäischen Arzneibüchern. Sie wurde sehr häufig als Sedativum, Spasmolytikum und als Nerventonikum angewandt. Im Verlauf der Jahre erweiterte sich ihre Verwendung auf die Mäßigung von Koliken, Durchfällen, Menstruationsbeschwerden, Schlaflosigkeit, Neuralgien, Epilepsie, Krämpfe und Muskelspasmen.
Die Hauptgruppen der Inhaltsstoffe sind Alkaloide, Flavonoide und Glykoside. Die Pflanze enthält Harman und seine Derivate.
Die Pflanze ist Gegenstand von wissenschaftlichen Studien seit mehr als hundert Jahren. Klinische Studien haben die analgetische Wirkung bewiesen, sie wurde im Jahr 1897 dokumentiert. Der beruhigende Effekt wurde zuerst wissenschaftlich im Jahr 1904 erwiesen. Der spasmolytische, antidepressive und hypotonische Effekt wurde am Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts erwiesen. Genau so waren die Studien aus dem Jahr 2003, die die aphrodisierende Aktivität der Maracuja belegten. Die Studien wurden an einer Gruppe von Versuchsmäusen durchgeführt. Es wurde eine gesamte Verbesserung der Sexualfunktionen belegt, die Erhöhung der Anzahl der Spermien und die Erhöhung der befruchtbaren Eier.
Die Studie wurde im Jahr 2002 durchgeführt und ergab auch eine Zulässigkeit für die traditionelle Anwendung bei der Dämpfung von Husten. Die Aktivität des Blätterextraktes ist mit der antitussiven Aktivität des Codeins vergleichbar.
In der Gegenwart ist die Maracuja sehr gefragt unter den Naturheilern und den Pflanzenkundlern auf der ganzen Welt. Vor allem wegen seines sedativen, spasmolytischen, analgetischen und Nerven beruhigenden Effektes. In Nordamerika verwendet man sie vor allem als Mittel gegen Schlaflosigkeit, bei Muskelkrämpfen, Hysterie, Neuralgien, Menstruationsschmerzen und dem postmenstrualen Syndrom. In Europa wird sie als Mittel zur Mäßigung von Nervenschäden, Schlaflosigkeit, Krämpfen, Neuralgien, Alkoholismus, Tachykardie, bei Kopfschmerzen und hyperaktiven Kindern angewandt. In Südamerika wird sie häufig als Diuretikum, Sedativum, bei Krämpfen, Alkoholismus, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Koliken, Hysterie, Neuralgien, menopausalen Beschwerden und Blutdruckerhöhung angewandt. Der Maracujasaft wird auch zur Beruhigung von hyperaktiven Kindern gereicht, zur Mäßigung von Asthma, Husten, Bronchitidis und auch bei Blaseninfekten oder als Diuretika.
Die Blattfrucht der Maracuja sind FDAkonform [Anm. der Übersetzerin: FDA = Food and Drug Administration, US-amerikanische Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit] mit den europäischen Monographien, die als absolut sicher eingestuft wurden, ohne Nebenwirkungen und dies auch für Kleinkinder.
Sind nicht bekannt oder beschrieben
Sind nicht bekannt oder beschrieben
Nähere Auskünfte können Sie auf der Site über die Standardzubereitungsweisen erhalten.
Phytoterapeutische Eigenschaften:
Analgetisch, antitussiv, hypotensiv, neuralgisch, entspannend, sedativ, beruhigend
Alkaloide, A-Alanin, Apigenin, Arachidonsäure, Aribin, Ascorbinsäure, Ca, Zitronensäure, Cyklo
Passiflorasäure. A-D, Cyclo Passifloside I-IV,
Dimethylmalonat, Edulane I-II, Ethylbutyrat, Ethylenoxid, Ethylkaproat, Fe,
Phenolase, Phenylalanin, Flavonoide, Glutamin, Gynokardin, Harman, Harmalin,
Harmalol, Harmin, Harmol, Homoorientin, Chrysin, Isoorientin, Isoschaftosid,
Isovitexin, Apfelsäure, K, Karotine und Kartinoide, Kumarin, Linolsäure,
Loturin, Lucenin-2, Lutenin-2, Luteolin, n-Hexylbutyrat, n-hexylkaproat,
n-Nonakosan, Na, Niazin, Ölsäure, Orientin, Palmsäure, Passiflorin,
Passiflorasäure, Pektin, Pektin-Methyl-Esterase, Pelargonidin-3-Diglukosid, P,
Prolin, Prunasin, Querzetin, Riboflavin, Sambunigrin, Saponarin, Saponaretin,
Serotonin, Schaftosid, Sitosterol, Skopoletin, Stearinsäure, Stigmasterol,
Tiamin, Faserstoff, xanthophyle Farbstoffe
Quelle:
270 Plantas medicinales iberoamericas, GUPTA M.P., CYTED-SECAB,Ciencia y Tecnología, Santa Fé do Bogotá, 1995, ISBN 958-9206-50-6
Amazonian Ethnobotanical Dictionary, DUKE A.J., VASQUEZ R., C.R.C. Press, Boca Raton, USA, 1994, ISBN 0-8493-3664-3
Diccionario enciclopédico de plantas utiles del Perú, BRACK E.A., CBC – Centro de Estudios Regionales Andinos «Bartolomé de Las Casas» , Cuzco, Perú, 1999 , ISBN 9972-691-21-0
Dr. Duke´s Phytochemical ant Ethnomedicinal Databases, DUKE A., online http://www.ars-grin.gov/duke/
Frutas del Perú, BRACK E. A., Universidad San Martín de Porres, Lima, Peru, 2003, ISBN 9972-54-105-3
Herbal secrets of the rainforest , TAYLOR L. , Prima Health a division of Prima publishing, CA, USA, 1998, ISBN 0-7615-1734-0
Plantas Medicinales Nativas del Peru, PALACIOS VACCARO W.J., 3era edición, Lima, Perú, 2006, ISBN 9972-50-002-1
The Healing Forest, SCHULTES E.R., RAFFAUF R.F., DioscoridesPress, Portland (OR), USA, 1992, ISBN 0-931146-14-3
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